Die zur Fachlehrerin für Kunst und Technik in Stuttgart ausgebildete Gabi Ehrminger wendet sich 1984 in einer eigenen Werkstatt in Radolfzell zunächst der Gebrauchskeramik zu. Sieben Jahre später gründet sie eine Werkstatt in Schonach (Schwarzwald), wo sie erstmals auch mit Rauchbränden experimentiert. 1998 kehrt sie wieder nach Radolfzell, ihrem Geburtsort (1957), zurück. In der neu eingerichteten Werkstatt fertigt sie nun ausschließlich freie Keramik aus verschiedenen Holzbränden.
Geschlossene, strenge Formen und polierte Oberflächen bilden die Grundlage für das subtile Farbspiel ihrer zumeist doppelwandigen Objekte. Sie werden an der Scheibe aus rotem oder weißem Ton gedreht. Während des Trocknens poliert Gabi Ehrminger ihre Stücke immer wieder mit glatten Steinen, bis bereits vor dem Schrühbrand (900°C) eine samtig verdichtete Oberfläche entsteht. Die Farbe kommt durch die Nähe der Stücke zum Brennmaterial (Holz, Säge- oder Hobelspäne), der Steuerung der Luftzufuhr und gegebenenfalls dem Zugeben von Salzen während des zweiten Brennens ins Spiel. Zum Schutz der mit sehr viel Erfahrung und Intuition erzeugten feinen Farbnuancen wird schließlich die Oberfläche mit Bienenwachs behandelt.
Mehrere Auszeichnungen, Einzel- und Gruppenausstellungen in der gesamten Bundesrepublik, Arbeiten in öffentlichen Sammlungen
Quelle: Gabi Ehrminger