Jochen Rüth

Jochen Rüth, 1960 in Würzburg geboren, arbeitet direkt nach dem Abitur (1980), seiner Motivation folgend, in Allgäuer Keramikwerkstätten. Dort experimentiert er mit verschiedenen Materialen und Oberflächen, kreiert erste Plastiken und wird 1986 in den Berufsverband Bildender Künstler aufgenommen. Mit Beendigung seines Zivildienstes (1986-1988) eröffnet er eine eigene Werkstatt, zunächst in Mörnsheim, 1995 schließlich in Altisheim.

Werk/Charakteristika

Oberflächen, die durch natürliche Verwitterungs- und Entwicklungsprozesse entstehen (Flechten, Moose und oxidierte Materialien), faszinieren Jochen Rüth. In seiner Werkstatt vollzieht er den ästhetischen Reiz dieser Verwandlungen experimentell nach. Seine in Jahren perfektionierte Methode verleiht seinen puristisch geformten Gefäßen jeweils einen singulären Ausdruck, der in den hier gezeigten, bildhauerisch ambitionierten Arbeiten einen zusätzlich dynamischen Aspekt erfährt. Das in einem emotionalen Akt mit Vierkanthölzern äußerlich geformte und in der Mitte des Volumens geweitete oder durchstoßene Objekt wirkt bereits im getrockneten Zustand schroff und roh. Jeweils bedingt gesteuert, wird deren Oberfläche in einem ersten Brand (Elektroofen) nochmals aufgeraut, zerklüftet und deformiert, dann im zweiten Brand (Gasofen) farblich gestaltet (Feuerspuren von Stroh oder Gräsern) und final strukturiert (im Fließen erstarrte und verkrustete Holzaschen). Im Ergebnis zeigen sich individuell geprägte, morphologische Gebilde, die, den Zufall akzeptierend, der Natur nachempfunden sind.

Auszeichnungen/Ausstellungen

Auszeichnungen und Anerkennungen, Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland

Quelle: Joachim Rüth, KeramikMagazin 06/2002

Woge (Steinzeug)
Ø 320 mm

Vase 1 (Steinzeug)
90x200x260 mm (LxBxH)

Vase 2 (Steinzeug)
60x180x230 mm (LxBxH)

Vase 3 (Steinzeug)
80x220x240 mm (LxBxH)