Karin Schmidt, Jahrgang 1951, war bis 1991 als Lehrerin im Schuldienst tätig. Doch bereits ab 1980 arbeitet sie auch mit Keramik. Von 1992-96 erweitert und vertieft sie diese Kenntnisse und studiert Drehtechniken, Formgebung, Raku- und Papierbrand bei Pietro Maddalena, John Calbeck, Dieter Crumbiegel und Jane Perryman. 1996 wird sie als frei schaffende Künstlerin anerkannt und arbeitet seitdem im eigenen Atelier.
Bei ihren Arbeiten wendet Karin Schmidt Raku- und Papierbrand an.
Einem Raku-Objekt innewohnend ist, dass es der Zufälligkeit und der Spontaneität von Feuer und Rauch ausgesetzt wird. Indikatoren dieses Prozesses sind Craqueles, die als fein verzweigte Linien die Glasur strukturieren. Für Karin Schmidt fordert das Unbedingte dieser Brandtechnik die Konzentration auf das Wesentliche und diese Intensivierung findet wiederum ihren Ausdruck im Objekt. Deren glasierte und geschwärzte Flächen sind gleichbedeutend zu balancieren. Ihre Gefäße ergänzt sie gerne mit exzellenten Holzarbeiten von Bernd Schmidt, ihrem Ehemann.
Für die Papierbrandarbeiten von Karin Schmidt sind klare Formen, samtig weiche Oberflächen und subtile, strahlende Farbgebung charakterisierend. Sinnlichkeit ist bei der Wahrnehmung des Objektes entscheidend: Während die samtig weiche Oberfläche zum Berühren einlädt, führt das Wahrnehmen der klaren Form zu Konzentration und Ruhe.
Internationale Auszeichnung, Gruppenausstellungen im In- und Ausland
Quelle: Karin Schmidt, www.drehsinn.de